Sehenswürdigkeiten in Chongqing
Interessante Stadtteile, Tempel und Museen
Jiefangbei ist das pulsierende Geschäftsviertel von Chongqing, das eingebettet zwischen den Flüssen Jialing und Jangtse in die Höhe wächst. Herzstück des sich schnell entwickelnden, kommerziellen Zentrums mit zahlreichen Läden, Büros, Hotels und Restaurants, ist die Fussgängerzone, die rund um das ältere Volksbefreiungsmonument (People's Liberation Monument) im Jahr 1997 eröffnet wurde. Das Denkmal, das bereits 1945 errichtet wurde und ursprünglich an den Sieg über die Japaner erinnern sollte, steht heute für die kommunistische Machtübernahme von 1950.
Ciqikou
war in der Ming-Dynastie (15. Jahrhundert) ein bekannter Markt- und Handelsort
mit eigenem Hafen, der westlich von Chongqing lag. Heute befindet sich Ciqikou
bereits inmitten des Chongqinger Shapingba-Bezirkes in Nähe der Hochhäuser.
Ciqikou wird aber erhalten bleiben, denn der alte Charme soll laut Entscheid der
Regierung bewahrt werden, um Touristen anzulocken. Etliche Gebäude wurden
saniert, viele kleine Souvenir-Läden sind mittlerweile entstanden, und
zahlreiche Imbissbuden und Restaurants locken mit einheimischen Spezialitäten.
Zuwanderer
aus den südlich gelegenen Provinzen Hubei, Guangdong, Guangxi und Hunan
bauten in der Qing-Dynasty diesen prächtigen Komplex aus Wohnhäusern,
Gebetshäusern und Läden. Die
Huguang-Gildenhalle
war über 200 Jahre lang der Lebensmittelpunkt für diese Leute.
Der
buddhistische Luohan-Tempel, der vor
1000 Jahren in der Song-Dynastie errichtet, 1752 umgestaltet und nach dem
zweiten Weltkrieg 1945 wieder aufgebaut wurde, ist ein beliebter Ort der Andacht
und Busse. Gleichzeitig dient die Anlage als Kloster für eine kleine
Gemeinschaft von Mönchen und als Sitz der Buddhistischen Gesellschaft von
Chongqing.
Die
Jangtse-Seilbahn wurde 1987 in
Betrieb genommen, um die Transporteffizienz zwischen dem Yuzhong- und dem Nan'an-Bezirk zu
erhöhen, ohne aufwändige Brücken bauen zu müssen. Mit ihrer
Spannweite von 1166 Metern ist sie deutlich länger als die Schwesternbahn über
den Jialing aus dem Jahr 1984, die aber bereits ausser Betrieb gesetzt wurde.
Riesige Brücken werden demnächst die CRT-Linie 6 über den Jialing nach
Jiafengbai und schliesslich über den Jangtse führen, so dass zu befürchten ist,
dass auch die Jangtse-Seilbahn aufgegeben wird.
Das
Hongyadong bietet zahlreiche
Einkaufspassagen und Restaurants auf mehreren Stockwerken, so dass man
stundenlang durch Geschäfte flanieren und gepflegt speisen kann. Als moderne
Sehenswürdigkeit von Chongqing besticht das Gebäude durch seinen etwas
aufdringlichen Kitsch. Aber man sollte sich die unglaubliche Auswahl an
Souvenirläden, Imbissständen und wirklich hochklassigen Restaurants keinesfalls
entgehen lassen.
Das
Dreischluchten-Museum
präsentiert seit 2005 Artefakte, die vor den Fluten des entstehenden Stausees
hinter dem Dreischluchten-Damm gerettet wurden. Sonderausstellungen kümmern sich
um die Kultur und Geographie der Dreischluchten-Region, Konstruktion des Dammes,
aber auch um die Geschichte von Chongqing und Umgebung - von prähistorischen
Zeiten bis hin zum Japanisch-Chinesischen Krieg von 1937-1945.
Die
Volkshalle von Chongqing wurde zwischen
1951 und 1954 erbaut und zählt mit ihrem riesigen Dom, der dem Himmelstempel von
Peking nachempfunden ist, zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Chongqing.
Der 55 Meter hohe Dom bietet Platz für ein 4000 Sitzplätze umfassendes
Auditorium, in dem Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. In der Nacht
werden sowohl Volkshalle als auch der davor liegende Volksplatz spektakulär
beleuchtet.
Ein
kurzer Besuch des Zoos in Chongqing
lohnt sich, da man zahlreiche Pandabären, die in der Wildnis von Sichuan fast
schon ausgestorben sind, aus nächster Nähe beobachten kann. Für die
Pandafütterung morgens um 9 Uhr sollte man sich früh auf den Weg machen. Dann
allerdings ist auch der Ansturm der Touristen am grössten.
Der
Eling-Park liegt auf einer Anhöhe
inmitten des zentralen Yuzhon-Bezirkes, so dass eine wunderbare Aussicht auf
weite Teile der Stadt Chongqing gegeben ist. Der Park wurde 1909 - am Ende der
Qing-Dynastie - von einem reichen Geschäftsmann erbaut und 1958 renoviert. Im
gut gepflegten Garten sind hunderte Pflanzenarten in unterschiedlichen Szenerien
zu entdecken, ein Teehaus und ein Restaurant verköstigen die Besucher. Touristen
freuen sich aber auch über den Aussichtsturm, der vor einigen Jahren eröffnet
wurde und eine geeignete Fotografierplattform für Aufnahmen der Skyline von
Chongqing bietet.
Das
Stilwell-Museum erinnert an die
Kooperation zwischen USA und China im 2. Weltkrieg gegen die Japaner. Die
Ausstellung
befindet sich im ehemaligen Hauptquartier des US-Amerikanischen Offiziers
General Joseph W. Stilwell, der von Chongqing aus den gesamten Kriegsschauplatz
um China-Burma-Indien (CBI) koordinierte.
Der
Chaotianmen liegt am Zusammenfluss von
Jialing und Jangtse an der Spitze der Yuzhong-Halbinsel. Von hier aus kann der
Jangtse auf einem Boot erkundet werden, oder man geniesst die Aussicht auf das
Panorama mit der Chaotianmen-Brücke. Unterhalb des Platzes befindet sich zudem
eine Ausstellung mit zahlreichen Modellen zur Stadtentwicklung von Chongqing
("Urban Planning Exhibition").
